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Arachdrakon Thread starter

Reinkarnierter Spinnendrache

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1

Friday, July 23rd 2010, 11:36am

Was ist ein "guter" Reim?

Hallo zusammen!

Als ich gestern mit einem Studienkollegen von Zürich nach Wien gefahren bin (insgesamt ca. acht Stunden Bahnfahrt), sind wir u. a. auf das Thema des Reims gekommen und auf die Frage, was eigentlich einen „guten“, „formschönen“, „wohlgeformten“, „wohlklingenden“, „peppigen“, „geilen“, „tollen“, kurzum: schönen Reim ausmacht bzw. woran man ihn festmachen kann. Wir sind natürlich auf einige Punkte gekommen, allerdings hätte ich auch noch ein paar andere Meinungen zu diesem Thema und da seid ihr mir in den Sinn gekommen.

Schon mal jetzt ein großes Danke für eure Stellungnahmen. ;)

Liebe Grüße
Arach
Selbst heute noch ein freier Zwang sind Tanz, Poetik und Gesang.
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El Machiko

gewalt ist keine lösung um sich abzureagieren!

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2

Friday, July 23rd 2010, 1:14pm

ich bin sicher das ein schöner reim nichts mit theorie zu tun hat so äqavoke oder zwillingseime halp oder rein

es ist einfach gefühlssache. manchmal fickt eine weise mehr als alles andere.

l&m
gewalt ist keine lösung um sich abzureagieren!
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Reinkarnierter Spinnendrache

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3

Friday, July 23rd 2010, 1:23pm

Zitat

manchmal fickt eine weise mehr als alles andere.


"Fickt"?!

Edit: Ah, "Manchmal flickt eine Waise mehr als alles Andere." -- Schon gecheckt! ;)
Selbst heute noch ein freier Zwang sind Tanz, Poetik und Gesang.

This post has been edited 2 times, last edit by "Arachdrakon" (Jul 23rd 2010, 1:34pm)

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talentlos

Dorian Gray

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4

Friday, July 23rd 2010, 8:46pm

Hallo Arachdrakon

Meinst du ganze Zeilen oder nur ein Wort. Trifft der Ausdruck „gut“
für Dich zu, wenn die Zeilen den Normen entsprechen :
zum Beispiel nach dem Schema

xXxXxxXxxXx
xXxXxxXxxXx

verfasst sind



Ich kann schön klingende Wort aneinanderreihen, aber
wenn da nur Nonsens rauskommt,ist da kein guter Reim oder Verse entstanden
sondern nur sinnloses, Aussageloses Geschwätz!
Hier ein Exempel
Nach Rosen duftende Schokolade blühte wie Flieder so weiß,
auf meinem Nachttischschränkchen wie unser Beider Liebe, so heiß,
des Nachttischschränkchenlämpchens Hitze ließ sie schmelzend zergehen
und heiße Tränen ob des Verlustes schlugen hinab auf die Zehen.

Interessant wäre es, von Dir zu erfahren, was für Dich die Kriterien sind, die einen
guten Reim ausmachen. Legst Du dabei mehr Wert auf die Aussage oder die Form?
sprich die Normierung siehe oben.


Mit freundlichen Grüßen
talentlos
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Dorfpoet

Zauberlehrling

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5

Friday, July 23rd 2010, 11:17pm

Für mich ist "der Fluß" eines Reimes wichtig. Nichts kann schlimmer sein, wie ein erzwung´ner Reim! Und da bin ich
"tatenlos"er Meinung: Ein sinnloser Reim ist keinen Pfennig wert. Viel Erfolg bei deinen Reimen!?

Grüße Dorfpoet.
"Das Leben ist das, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben.


Henry Miller (1891-1980), amerik. Schriftsteller dt. Herk.
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sorrow

Dainbramage

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6

Saturday, July 24th 2010, 7:44am

Hallo,

es ist das Aha-Erlebnis.

In meinen Augen muss ein Reim sich in den Fluss des Textes einfügen, auch inhaltlich - dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen reinen oder unreinen, oder einen Ähnlichklang / Waise handelt. Das wichtigste ist meiner Meinung nach jedoch, wie eingangs erwähnt, das Aha-Erlebnis. Ein Reim sollte so innovativ sein, dass man den Text liest und man so selbstverständlich und leicht durch den Text gleitet, dass einem die Reime anfangs nicht auffallen, den Leser bei näherer Betrachtung jedoch stilvoll, originell und in das Gesamtbild passend beeindrucken.

LG
Sorrow
'Es wird Wasser geben, so Gott will.' (Roland von Gilead)


.Alte Sünden.
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karl blume

Dorian Gray

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7

Wednesday, July 28th 2010, 10:37pm

warum erzählt uns denn nicht der herr fadenstarter, was einen guten reim an- und ausmacht? bei ca. 8stunden zugfahrt wird ja wohl was bei rumgekommen sein oder saßst ihr, nachdem die frage in den raum reinflügelte, stumm da und keiner wusste was und das ist der grund, warum du hier rat einholst? so schwierig ist die frage ja nun nicht, du wirst uns doch sicher einiges darüber erzählen können.

sinnsinnsinn
Karlumm Blumumm
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Reinkarnierter Spinnendrache

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8

Friday, July 30th 2010, 3:43pm

Hallo zusammen!

Der Herr Fadenstarter erzählt deshalb nichts von den Antworten, auf die er mit seinem Studienkollegen gekommen ist, weil er die Antworten seiner Forengenossen nicht beeinflussen wollte. Außerdem ist die Frage erst kurz vor Ende der Bahnfahrt aufgetaucht und wir hatten ca. zehn Minuten Zeit, um über den Wohlklang von Reimen zu philosophieren. Der Grund, wieso ich „acht Stunden“ geschrieben habe, ist, dass ich wegen der langen Bahnfahrt Mitleid erregen wollte. ^^ Die Frage ist nicht schwierig, nein, aber die Antwort ist, was man auch aus den Antworten auf meine Frage hier im Forum herauslesen konnte, äußerst komplex und nicht einfach zu geben. In diesem Sinne werde ich noch eine Weile warten, falls sich noch ein paar andere zu Wort melden wollen, und dann werde ich schreiben, worauf wir (oder besser gesagt: ich) gekommen sind.

Im Grunde war der simple Reim gemeint, also einfach die Folge zweier Wörter, die sich reimen, ohne den Text, in dem sie auftauchen, zu berücksichtigen; also etwa (rot—tot, brauchen—rauchen, Sinn—Beginn, fragen—sagen, Lüge—Flüge, genommen—verkommen, kreucht—fleucht, Sein—Schein, beginnen—entrinnen, Flug—Zug, Flasche—Tasche, Kraut—Braut, Melodie—Fantasie, Gasse—Tasse, freun—schrein usw. usf.) Inkludiert waren in die Frage natürlich alle möglichen Arten von Reimen, nicht nur der reine Reim, jedenfalls aber der Endreim und nicht bspw. die germanische Variante der Alliteration oder die simple Assonanz.

Liebe Grüße
Arach
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wolfgang

Erlkönig

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9

Friday, July 30th 2010, 11:59pm

Guten Abend Arachdrakon,

Deine Frage halte ich zu ungenau, um sie beantworten zu können. Genauso gut könntest Du fragen, was ist der Sinn des Lebens? Du würdest Millionen von Antworten bekommen und wärest doch nicht klüger.

Deshalb nehme ich mir die Freiheit und formuliere Deine Frage um. Statt: was ist ein "guter" Reim, frage ich, was ist ein angemessener Reim? Darauf gibt es keine Millionen von Antworten. Angemessene Reime unterstützen das Thema des Gedichts, indem sie seine Aussage einprägsamer machen. Mit anderen Worten: für mich ist der Reim, der zur Form des Gedichts gehört, eng verknüpft mit seinem Inhalt, also mit der Aussage. Die Verse eines Gedichts können z. B schief sein, aber, das Gedicht ist eine Satire und somit sind die "schlechten" Reime gut, weil sie dem Thema angemessen sind.

Was Du meinst mit: Stabreim, Assonanz u.s.w. sind nur verschiedene Reime, die alle die Form berühren, aber ohne den Inhalt zu betrachten, wirst Du nie klären können, was ein guter bzw. schlechter Reim ist.

Ich hoffe, das bringt Dich weiter.

Gute Nacht!

wolfgang
Der Dichter verwandelt das Wort nicht in einen Gegenstand: er gibt dem Zeichen seine Vielfalt von Bedeutungen zurück und nötigt den Leser, sein Werk zu vollenden.

Octavio Paz
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kadenftw

Dorian Gray

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10

Saturday, July 31st 2010, 12:09pm

Ich glaube einen guten Reim macht vor allem eins aus. Zärtlichkeit.

Nichts beindruckt uns menschen wirklich dauerhaft , weder trauer noch Ärger weder größte Kunstfertigkeit noch der vollkommenste Reim in Form und Farbe.

Zärtlichkeit lässt einen den Atem anhalten, man erhascht einen winigen Moment etwas von der liebe die uns die Kirche verspricht zu welcher aber noch nichtmal kinder fähig sind.
Zärtlichkeit ist Kompromissbereit wobei die richtige lösung zum selbstläufer wird, Zärtlichkeit ist aufzugeben und dabei völlig glücklich zu sein.
Zärtlichkeit ist zu liegen den Blick zu den Sternen gewandt und anstatt Sehnsucht zu spüren die Nicht existente Vollkommenheit zu bejubeln.

das gedicht das die Welt rettet, wäre glaube ich das, was soviel Zartheit aufbringt die Welt als das anzunehmen was sie ist und damit vollkommen glücklich zu sein.
Denn die Welt hat überhaupt erst einen makel weil wir ihr einen Zuschreiben. Also unterscheidet Himmel und Hölle beides Plätze auf dem selben Fleck die parallel koexistieren
nur unser Empfinden.

Zärtlichkeit ist vielleicht sogar Dimensionen wandern, für einen winzigen flüchtigen Moment, einen ungreifbaren, in die realität des Anderen blicken und Wissenschaft und kant lügen strafen.
Wenn ich jemand anderen , oder eine Sache so sehe wie sie sich selbst gerne sehen würde, dann würde ich das als zärtlich bezeichnen.

Und weil ich noch nie zärtlich war, es auch nie vermögen würde, führe ich lieber krieg.
wer mag wen? hat wann? wie wen? warum gemocht?
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karl blume

Dorian Gray

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11

Saturday, July 31st 2010, 12:29pm

hallo wolfgang, ist deine frage nicht ebenso ungenau, schliesslich musst du sie im nachhinein erklären? ausserdem klingt sie wie die fragestellung fuer ein gesittetes tischmiteinander mit lyrikbeilage, also irgendwie unangemessen für so was agiles wie lyrik.


hallo spinnerdrache, also mein mitleid hast du nicht aber ich versuch mich jetzt auch mal, um dir aus deiner misere behilflich zu sein:

- ein guter reim ist der sich reimt.

- ein guter reim ist der, auf den zugunsten des sinnes verzichtet wurde

- ein guter reim ist mathias reim, zumindest kenne ich jemanden, der das behauptet

- ein guter reim tut so gut wie ein mückenstich, den du kratzt

- einen guten reim habe ich sehr selten gesehen auf meinen streifzügen durch die gedichtedickichte, sie sind sehr scheu und selbst in freier reimbahn sehr selten anzutreffen, viele halten einen guten reim für eine legende

- ein guter reim ist etwas zufälliges und ist besser als ein schlechter reim, ist zeitlos aber ein schlechter reim ein veraltetes, geschmackloses stilmittel

- ein guter reim ist sehr schwer hinzubekommen in der deutschen sprache, millionen reimleichen säumen den weg eines einzigen guten reimes

- von einem guten reim träumen viele möchtegerns aber erwachen nicht mit schrecken vor ihren eigenen grausamen peinlichkeiten

- es gibt schönere, musikalischere sprachen, in denen sich ein guter reim zuhause fühlen kann, das deutsche ist nicht schön, es ist holzig, sperrig, brachial, fantasielos, keinesfalls weich und brauch keinen reim, um schön zu sein

- ein reim ist meist gekünstelt, unecht, schmierig, eine beleidigung für das ästethische empfinden, eine bloßstellung des ästethischen geschmacks des verfassers des reimes, damit haben die deutschen sich immer etwas vorgemacht, indem sie wie dumm den reim in ihr lied- und gedichtgut integrierten, reime und gedichte die klingen wie deutsche vorgärten haben unsere lyrik verdorben noch bis auf jahre, die schweine

ich hoffe jetzt siehst du die ganze sache etwas klarer

es empfiehlt sich
karl blarl

hallo kadentw, zärtlichkeit finde ich gut. ich glaube, über den daumen gepeilt, haben wir zur selben zeit denselben ansatz unterschiedlich aufgearbeitet.

herzliche synchronizizi-was?
karliger Lume

________

Doppelpost zusammengefügt. Editierfunktion nutzen.
Vielen Dank.
sorrow
Moderator

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kadenftw

Dorian Gray

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12

Saturday, July 31st 2010, 1:03pm

Danke jetzt wo ich so angefichst bin musst du mir aber auch zeigen wo und in welcher form du das getan hast, bitte.
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Reinkarnierter Spinnendrache

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13

Saturday, July 31st 2010, 1:15pm

Liebe Leute …

… ich bin entsetzt, was manche von euch offensichtlich denken. Ich glaube schon, dass ich nach mehr als fünf Jahren im Dichterbusiness fähig bin, eigene Reime aufzustellen und keine Unterstützung dabei brauche. Das, was ich wissen wollte, ist eure Meinung zu der Frage: „Was macht für euch einen guten Reim aus, abgesehen von seinem textlichen Zusammenhang?“ Mir ist klar, dass hierauf Millionen von Antworten kommen können, wie auch bei den meisten anderen Themen, allerdings würde ich mich über einige wohlüberlegte (wie sie ja auch schon gekommen sind), auch freuen. Die Frage „Was ist ein schöner Reim?“ in die Frage „Was ist ein angemessener Reim?“ umzuwandeln, halte ich für nicht angemessen, weil sie auf etwas vollkommen Anderes abzieht. „Was ist ein schöner Reim?“ zielt auf das Ästhetische ab und da gibt es nur zwei Kategorien: Es gefällt oder es gefällt nicht. Und wenn es gefällt, möchte ich wissen, weshalb es gefällt. Darauf zielt die Frage ab. Mit der „Angemessenheitsfrage“ bringst du wieder den Gesamttext mit ein, um den es mir nicht geht. Natürlich wäre es einfacher, das Ganze mit Gesamttext zu betrachten, aber das würde das kleine Feld, das ich behandelt wissen möchte, verlassen. Meinem ästhetischen Empfinden nach, klingt „untergeht–widersteht“ besser als „geht–steht“, und nun kann man doch Theorien aufstellen, wieso das so ist, wieso ersteres besser klingt als zweiteres – und genau darum ging es mir in der Eröffnungsfrage. Dass Alliteration und Assonanz Spielarten des Reims sind, weiß ich, aber ich klammere sie in meiner Fragestellung einfach aus; mir geht es um den Endreim. Wie gesagt, ich weiß, dass der Inhalt die Qualität eines Reims beeinflusst, aber das sprengt für mich den Rahmen.

Ich verkneife es mir „Spinnerdrache“ als Beleidigung zu lesen – wenn schon „SpinneNdrache“, aber egal. Und nebenbei gesagt: Nein, ich sehe die Sache nicht klarer. Aber danke, dass du, Erleuchteter, mich armen Irrenden auf den rechten Weg führen wolltest. Bis auf einige wenige brauchbare Aussagen finden sich in deinem letzten Kommentar nur Vergleiche, Umschreibungen etc. – sehr poetisch, ja, aber leider nichts Fassbares, das eine eindeutige Antwort auf die Frage liefert. Eine Antwort ist keine Antwort, wenn man sie deuten muss, bevor sie zu einer Antwort wird.

Liebe Grüße
Arach
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kadenftw

Dorian Gray

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14

Saturday, July 31st 2010, 1:45pm

Der Weise erkennt eine kluge Aussage auch wenn sie dumm geäussert wird.

Du solltest halt sehen das die Art wie du deine frage dahinstellst irgendwie infantil daherkommt.
Du suggerierst so eine spätromantische beschwingte Dampflockfahrt auf der sich zwei schöngeister über schöngeistizismus unterhalten.
Das ist eben so eine Kitsch Kutsch Welt in der sich die meisten nicht wiederfinden wollen, also fühlen sie sich beleidigt
weil du sie in eine Schublade steckst, oder sie sich vielmehr in eine Schublade gepresst fühlen.
Ich habe die Frage einfach ohne Hintergedanken beantwortet. Ich kebnne mich ja.
Du klingst halt überheblich und das mögen viele nicht, da sie ihr eigenes Ich dadurch reziproc geschmälert glauben (Unterbewusst).
Da kann ja keiner was dafür es geschieht einfach.
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Arachdrakon Thread starter

Reinkarnierter Spinnendrache

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15

Saturday, July 31st 2010, 1:57pm

Hallo kadenftw!

So war es überhaupt nicht gemeint, ich hab’s nur so geschildert wie es auch war. Und etwas von einer spätromantisch beschwingten Dampflockfahrt hatte das Ganze auch nicht wirklich, weil wir im ÖBB-Railjet gesessen sind. Ich kann auch nichts Hochintellektuelles daran finden, wenn sich zwei extrem gelangweilte Menschen über ein Thema unterhalten, das ihnen grad in den Sinn kommt. Ich kann auch nicht wirklich etwas Überhebliches daran erkennen, wenn ich frage, was für andere einen „schönen“ Reim ausmacht, wirklich nicht. Ich hätte nicht gedacht, dass diese einfache Frage solche Gefühle auslöst. Wenn dem so war, dann entschuldige ich mich dafür; wie gesagt: So war es überhaupt nicht gemeint.

Liebe Grüße
Arach

P.S.: Wenn es unbewusst war, dass er mich „SpinneRdrache“ genannt hat, dann weiß ich in jedem Fall, was er sich gedacht hat … Auch sehr aufschlussreich, in jedem Fall. xD
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kadenftw

Dorian Gray

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16

Saturday, July 31st 2010, 2:00pm

Es geht ja nicht darum was gemeint ist sonder was bei dem Empfänger ankommt und dein Avatar zusammen mit dem was du erzählst lässt diesen Eindruck aufkommen.

der Rest is on topic xD.
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wolfgang

Erlkönig

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17

Saturday, July 31st 2010, 5:07pm

Hallo Arachdrakon,

ein guter Reim zeichnet sich für mich durch einen Moment der Überraschung aus. So hat zum Beispiel der Lyriker Robert Gernhardt einst auf Reh Neglige gereimt. Das finde ich überraschend und witzig. Für mich ist das ein guter Reim. Im übrigen finde ich auch, dass ein guter Reim den Rhythmus des Gedichts unterstützen sollte.

Viele Grüße

Wolfgang
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Octavio Paz
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pringles

Q-LattenRallgeschädigt

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18

Saturday, July 31st 2010, 8:14pm

für mich orientiert sich ein reim, egal welcher art, am sinngehalt des textes und dem ausdrücken einer klaren tropischen kategorie
oder einem gezielten gegensatz der umgebung
wenn ich bei einem satz am ende etwas warmes reime, endet der nächste vielleicht mit etwas kaltem als dissonanz, um einen moment des wohlseins, oder unwohlseins im leser hervorzurufen
auch der hässlichste reim kann wunderschön sein, solange er sich nicht in etwas verliert das unpassend erscheint

warm
kalt
warm
kalt
warm
warm
warm
warm
warm

als beispiel um aufzuzeigen, was ich meine...
zuvor war der gegensatz sehr effektiv und gezielt, allerdings verliert er sich später und das wirkt auf mich dann unvollständig, unschön, unoriginell
ideen sollten immer beibehalten werden, oder gezielt eine änderung nach sich ziehen, sogar innerhalb eines reimes
einem reim wird oft viel zu wenig bedeutung beigemessen und mal eben schnell hingeschmiert...nach dem motto, hauptsache es reimt sich
find ich schade
Chipsfabrik - das Werkeverzeichnis

...und wenn ich dann verstorben bin,
dann könnt Ihr rauf - ich runter sehen...
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