Sei mir nicht böse Willo, aberdas ganze ist nicht so mein Fall, was aber mal wieder an meinen Präferenzen liegen wird.
Und zwar bin ich antimotivationalist, wenn ich animateure höre, Sektenführer Pfarrer oder sontige Menschen die mir
in schwierigen zeiten Mut zusprechen wollen, kriege ich einen Tötungsreiz.
Ich kann nicht wirklich gut erklären warum ich externe Motivation verabscheue, das einzige was ich festmachen kann
ist das das ganze zumeist plump daherkommt. Jeder mensch der versucht anderen Mut zu machen, ist meist selber in der Situation
gerade keien Angst vor der selben sache zu haben.
Also wird das Angstverursachende Moment versimpliziert damit man Allgemeinplätze rausbuttern kann die dem anderen dann helfen sollen.
Falls das nicht funktioniert hat sich derjenige nicht richtig an die Ratschläge gehalten.
Da kommen dann so Sprüche bei raus wie:
Wenn du glaubst es geht nicht mehr , kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
So was empfinde ich immer als Beleidigung meiner Intelligenz. Vielleicht macht mich das zu einem großkotzigen Arschloch, da ich
mich in meinem imgainativen Intelligenz rating über andere stellen, ich weiß halt auch nur das ich so empfinde.
Vielleicht bin ich einfach opfer meiner erziehung ich habe schon früh als Kind beim weinen immer "Ein Indianer kennt kein Schmerz" gehört.
Und mein vater pflegte gewaltvoll auf Menschen zu reagieren die weinen (denkt euch mal den teufelskreis xD).
Irgendwann wurde das ganze dann zu meiner eigenen Identität. Ich mag niemanden der schwäche zeigt, außer es handelt sich um eine frau.
Aber das ist ja evolutionär bestimmt, jeder mann beschützt gerne.
Deshalb kann ich deinem Werk leider nichts abgewinnen. Es ist zu plump mutmacherisch für meinen Geschmack.
So motivierend. Und daher halt auch voll abgenutzter Bilder.
Der Sturm ist bald vorbei (seid die deutsche Romantik vorbei ist , ist dieses Bild übernutzt, vor allem in dieser grammatikalischen Konstellation)
und ein neuer Tag wird kommen,
und du bist frei. (wieder das gleiche jetzt aber gemischt mit dem übernutzten Sonnenaufgangsmotiv, das du in dem nächsten Abschnitt, wieder aufgreifst)
Du wirst die Sonne wieder sehen;
ihr begehrend Aufgehen, (Ja Sonne als methapher für aufkeimende Hoffnung , ich möchte fast Homer zitieren...)
(zusätzlich passt mir auch das begehrende aufgehen nicht, die Sonne drängt sich ja nicht auf, oder will irgendwas, sie ist zu weise dafür. Die Sonne zieht gemächlich ihre Kreise und weil keiner sie dran hindern kann, sind wir einfach nur froh wenn das was sie uns schickt etwas gutes ist.)
über die Welt beugt-
wie ein großer Vater. (schonmal die bibel gelesen, die starrt vor diesem Bild, extrem seltsam stößt der große Vater auf das ist wie rote Tomate (hab mir mal sagen lassen so etwas ist ein Hendiadyoin (wens das wort gibt) ich mag das wort nicht deshalb in klammern)
Mut machen- (ja danke das du aus einer third person perspektive das leben beurteilen kannst clap clap)
wie Kinder Murmeln auf den Straßen schubsen.
Das ist nicht leicht,
aber das ist Trost.
der letzte Abschnitt rettet das ganze seltsamerweise, weil du von übernutzten bildern weg gehst, die kinder die murmeln sind zwar als Bild bekannt, du nutzt es aber irgendwie auf eine völlig anderen weise und es bleibt
ein mysteriöser nachgeschmack.
Die letzten 2 sätze sind nicht gütig da das überheblich wäre, sind sind freundlich und zwar nicht aufgesetzt sondern ehrlich, zärtlich freundlich.
Mut machen- (es ist witzig wie du hier den letzten Absatz mit einem strich einleitest so als würdest du dich für den vorangegangenen .... entschuldigen und sagen , ab hier lesbar.
So entschuldige das ich deinen Erzähler so hart kritisiert habe.
Entschuldige meine harte Kritik.
wer mag wen? hat wann? wie wen? warum gemocht?