Hallo,
der Titel führt erstmal ein wenig in die Irre, ergibt im Zuammenhang aber durchaus Sinn. Dir bei diesem technisch sauberen Gedicht Kreuzchen zu malen erspar ich mir, und versuche nur, ein wenig auf Worte und Inhalt einzugehen. Insgesamt beschreibt dein Werk in sehr eindringlichen Worten ein Hochwaserszenario, nur einzelne Stellen ließen mich ein wenig stocken.
In der ersten Strophe irritiert mich das Bild von den zerfließenden, schießenden Fässern ein wenig, wenn etwas zerflossen ist, was ja doch eher langsam vonstatten geht, wie kann es dann noch wie etwas festes irgendwo langschießen?
Ähnlich störend ist für mich der Satz, in dem die Bleibe sich wie ein Messbehälter füllt, wenn die Fenster platzen. In einen Messbecher wird ja normalerweise etwas von oben eingefüllt, nur wenn die Fenster platzen, müsste es ja gleich wieder rausfließen...hm verstehst du was ich meine?
Naja das sind eher Kleinigkeiten, ansonsten ein wirklich schönes Gedicht, das sich sehr fließend liest.
Mit freundlichem Gruß
venyaluna