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DerPrediger Thread starter

HOKUSPOKUS

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Wednesday, March 10th 2010, 10:01pm

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This post has been edited 1 times, last edit by "Abrakadabra" (Aug 6th 2010, 7:24pm)

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ScherbenHerz

Doktor Faustus

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Wednesday, March 10th 2010, 10:12pm

Ergo: Onanie ist besser denn ein gemeinsamer Geschlechtsakt.

Nabend Prediger,

na darüber lässt sich streiten, doch formal kann ich nicht meckern. Sauberes Reimschema,
wobei SchreibEtisch mir dann doch zu gebaut klingt und das wohl auch so in der deutschen Sprache nicht ganz legitim ist. Und sollte es nicht heissen: Liebesgedicht an mich selbst und nicht "selber"? Würde sauberer klingen.
Du produzierst ja gerne frivole Gedichte, doch nun produzierst Du Dich auch noch selbst.
Ehrlich, mir wird das an diesem Punkt zu viel der Selbstbeweihräucherung und den Lustropfenbeschleunigern.
So kann ich auch nicht wirklich sagen, dass Dein Gedicht mich beeindruckt. Es ist zwar formal gelungen, doch inhaltlich vermag es nichts in mir auszulösen. Irgendwie sind Deine Gedichte fast alle gleich ( Immer gleiche Schrift, gleicher Aufbau, gleiche Länge der Zeilen, gleicher Klang in den Worten. Wie war das mit dem Mühe geben? Versuch doch mal was neues, sonst könnte es fad werden ). Und zu guter Letzt: M.E. gehört es doch eher in Giftgelächter. Nix für ungut.

Sei herzlich gegrüßt

ScherbenHerz
Künstlerherzen sind zerbrechlich
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DerPrediger Thread starter

HOKUSPOKUS

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3

Wednesday, March 10th 2010, 10:51pm

liebes scherbenherz,

seit märz 09 publiziere ich meine lyrik und bin im laufe der zeit auf immer grösseren widerstand gestossen; zum teil war ich durch meine ehrlich-provokante art nicht ganz daran unschuldig. mein ziel war, fünfzig stück zu sammeln und als buch herauszugeben, was in bälde geschehen wird.

wenn ich manchmal zu "scharf" auftrete, bedeutet das keine abwertung des jeweiligen autorInnen, sondern echtes, mühsam erlerntes verständnis der schwere, lyrik zu schreiben.


in diesem sinne


Prediger, lg
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ScherbenHerz

Doktor Faustus

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4

Wednesday, March 10th 2010, 11:28pm

Nabend Prediger.

Womit Du in keinster Weise auf meine Kritik an dem Gedicht eingegangen bist. Oder gar auf die Kritik an Deinen Werken an sich. Leider bin ich nicht im Geringsten beeindruckt, dass Du Deine Werke der Menschheit zur Verfügung stellst. Denn das tue ich auch. Aber eben nur hier. Nun, es freut mich natürlich, dass Du einen Abnehmer gefunden hast. Zumindest kann man damit sicher gut sein Taschengeld aufbessern. Vielleicht hast Du ja noch einige individuellere Werke zur Hand, welche Du uns zeigen möchtest. Dann lockere ich auch gerne meine Meinung über Deine mir etwas eingefahren wirkenden Gedichte.

Glaub mir, auch ich wirke vielleicht gerade etwas scharf und das liegt nicht an dem schmucken Schlafanzug den ich gerade trage.

Zitat

wenn ich manchmal zu "scharf" auftrete, bedeutet das keine abwertung des jeweiligen autorInnen, sondern echtes, mühsam erlerntes verständnis der schwere, lyrik zu schreiben.


Joa.. das hier soll aber AUCH Spass machen und wenn man komplett zerfetzt wird, dann hilft einem das nicht weiter, sondern man gibt auf, ehe man angefangen hat
~cap~


Ich widme mich dann mal wieder der Schwere.

Tülü

ScherbenHerz
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DerPrediger Thread starter

HOKUSPOKUS

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5

Thursday, March 11th 2010, 7:15pm

Zitat von »ScherbenHerz«

Ergo: Onanie ist besser denn ein gemeinsamer Geschlechtsakt.



der beischlaf hält nicht, was die onanie verspricht. (woody allen)

Zitat von »ScherbenHerz«

wobei SchreibEtisch mir dann doch zu gebaut klingt und das wohl auch so in der deutschen Sprache nicht ganz legitim ist. Und sollte es nicht heissen: Liebesgedicht an mich selbst und nicht "selber"? Würde sauberer klingen.


der schreibetisch soll hier den altbackenen klang unterstreichen.

das ugs "selber" soll den infantil-narzisstischen bildungsbürger karikieren.

Zitat von »ScherbenHerz«

Zumindest kann man damit sicher gut sein Taschengeld aufbessern. Vielleicht hast Du ja noch einige individuellere Werke zur Hand, welche Du uns zeigen möchtest. Dann lockere ich auch gerne meine Meinung über Deine mir etwas eingefahren wirkenden Gedichte.


geld hat mich nie interessiert, ich kann nur dreimal am tag essen.

auf meinem werkeverzeichnis findest du auch unmetrisches.


Zitat von »ScherbenHerz«

Joa.. das hier soll aber AUCH Spass machen und wenn man komplett zerfetzt wird, dann hilft einem das nicht weiter, sondern man gibt auf, ehe man angefangen hat


auf den blättern meiner gedichte sind viele tränen eingetrocknet. es ist nicht immer so lustig.


Prediger, lg
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ARON

Dorian Gray

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6

Friday, March 12th 2010, 12:02pm

Hi Prediger

Ist ja nicht so, dass Gedichte einen kalt lassen, insbesondere solche.
Nun gut, du hast dir einiges vorgenommen, brisant auf jeden Fall. Das beginnt mit dem Titel, welches bei mir jedenfalls anderes, intimeres Gedankengut versprochen hat…
Dass es pornomässig sein sollte, hätte ich ja nicht ahnen können.
Aber man ist nunmal gefangen und liest eben weiter. Die Neugier treibt bis zum Schluss, welcher leider unter den Erwartungen bleibt.
Da und dort hätte die Aussage betonter sein können… zB wilde Gier… für mich ist die Gier immer wild. Wie wär´s mit voller Gier, ganz einfach
Also, die Zunge spielt mit den Zähnen,… was das mit Liebe zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Geschmack vielleicht, aber das ist doch bitte noch lange keine Liebe, oder?
Dass du hier auch noch das Herz bemühst ist wirklich schauderhaft… es wird auf seine elementarste Funktion degradiert. Wiederum kein Liebesanzeichen.
Danach kommt eine kleine Spannung hoch, angeblich bewegt sich was, vermutlich erogen, aber was muss ich lesen, porno… Nichts dagegen, aber muss du dafür die Lyrik mit Lügen strafen? Für mich macht das einen sehr simplen Eindruck.
Danach wird es nur mehr blamabler, falls das noch zu steigern wäre… ja banal.
Versuch bitte nicht, meine Kritik als “Anschwärzung” zu deuten… Ich bin vom Titel ab sehr enttäuscht worden, zumal ich den Titel eines Gedichtes stets als Angel finde.
Du bist doch kein Fischer? Oder etwa doch?


Dass die Weibespracht eine X darstellt sagt eigentlich alles.


LG M.A.
Hakuna Matata
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DerPrediger Thread starter

HOKUSPOKUS

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Friday, March 12th 2010, 10:32pm

hallo aron,

seit knapp einem jahr präsentiere ich der menschheit (ob sie mag oder nicht) meine texte. ich habe in dieser zeit einiges gelernt, denn lyrik war für mich immer gleichbedeutend mit unverständlichkeit, pathos und abgehobenheit. so ist sie nicht immer. auch der otto-normal-verbraucher kann lyrisches erzeugen.

ich habe im forenleben gelernt, dass oftmals der name über dem text steht und der text dann voller vorurteile gelesen wird; deswegen hatte ich mich hier zunächst als "apache" angemeldet um aus der schublade herauszukommen, verwarf das aber und bat die moderation, meinen "richtigen" namen zu setzen.

will sagen: vielleicht wäre es besser, texte und kritiken könnten anonym publiziert werden (autor der moderation bekannt), damit es einfach nur um den text geht - nicht um persönliche vorlieben, cliquen und benutzergruppen, die sich gegenseitig mögen und hochjubeln oder ignorieren.



Zitat

Dass es pornomässig sein sollte, hätte ich ja nicht ahnen können.


nun ja... mal ehrlich: können wir mit obigem text noch jemanden schocken? ich wage es zu bezweifeln.


Zitat

Also, die Zunge spielt mit den Zähnen,… was das mit Liebe zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Geschmack vielleicht, aber das ist doch bitte noch lange keine Liebe, oder?


was ist liebe? gib mir eine allgemeingültige definition...


Zitat

Dass du hier auch noch das Herz bemühst ist wirklich schauderhaft… es wird auf seine elementarste Funktion degradiert. Wiederum kein Liebesanzeichen.


naja... das herz gehört eben dazu bei einem liebesgedicht, wenn auch nur als motor mechanischer liebesanbahnung.


Zitat

Für mich macht das einen sehr simplen Eindruck.


die geschilderte wahrnehmung lis ist simpel und soll simpel sein.


Zitat

Versuch bitte nicht, meine Kritik als “Anschwärzung” zu deuten…


ich gehöre zu denen, die gerne austeilen - aber auch einstecken können. ich freue mich über jede kritik, besonders über negative, weil ich daraus mehr lernen kann. wenn du die sprachlichen mittel noch aufgezeigt hättest, die das banale und simple erzeugen, wäre es perfekt.

Zitat

Du bist doch kein Fischer?


sagen wir so: ich möchte wie alle autorInnen gelesen werden. wie gesagt: ich freue mich auch über einen zerriss, denn nur dadurch kann ich mich im endeffekt definieren. natürlich bin ich auch, wie alle, für lob empfänglich.


Zitat

Dass die Weibespracht eine X darstellt sagt eigentlich alles.


die manneskraft ist doch im grunde auch nur ein x, oder?


so, ich danke dir fürs lesen und den schönen kommentar.


Prediger, lg
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Kajn Kokosknusper

Narr im Moderatorenkostüm

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8

Friday, March 12th 2010, 11:20pm

Krek-krek,

Zitat

will sagen: vielleicht wäre es besser, texte und kritiken könnten anonym publiziert werden (autor der moderation bekannt),
Ich, Kajn Kokosknusper, möchte hierzu gerne anmerken, dass ich sowas gar nicht will. Gibt, egal in welchen Forum, immer schon genug Vorurteile und Verschwörungstheorien den Interna gegenüber und so möchte ich mir gar nicht erst ausmalen, was durch sowas entstehen würde.
Es sei, Du meinst eine Art XXX-Account, den wir für jeden zur Verfügung stellen? Könnte ich intern gerne mal ansprechen. Das genannte Problem ist mir bereits auch durch den Kopf gegangen.
Da das aber dann über PNs laufen würde, wäre aber auch Nachsicht mit entsprechend betrauten Moderatoren Grundvorraussetzung, falls der Text nicht innerhalb 48h veröffentlicht ist.


Zu deinem Text: Ich hatte ja den Entstehungsprozess mitbekommen und fand die erste Fassung auch recht gut. Das, was dann hinzukam ...musst ich mich erst dran gewöhnen. Ich les den Text als Persiflage auf schnell hingerotzte 08/15-Schablonenliebestexte, da er die ganzen Pathosphrasen solcher Texte aufgreift und hyberbolisch gegenschneidet:

Zitat

es wächst erregt mein heisses Sehnen.
Erschaudernd spür ich Liebe blüh´n -
Dass dies auf ein narzisstisches lyrisches Ich übertragen wird, ist natürlich eher der Clou.

Zitat

Ein wenig sehn ich mich zurück -
zum solitären Liebesglück.

Der Abschluss wirkt nen bisschen uninspiriert.

Ansonsten: Wir haben hier nicht so diese Klientel von Dichtern, die tagtätlich ihre sauber durchmetrierten Kitschkisten abliefern, großartig vertreten, weshalb dir die hiesige Leserschaft diesbezüglich nur schwer auf die Schliche kommen kann, zumal in dieser Rubrik. Ist mir aber auch schon mit solchen Texten passiert. Doch falls ich mich mit meiner Annahme täusche, haste hier tatsächlich schlechte Arbeit abgeliefert und ich muss mich endlich mal mit deinen letzten drei Sonetten ausgiebiger beschäftigen;)

liebe Grüße
Kajn

This post has been edited 3 times, last edit by "Kajn Kokosknusper" (Mar 12th 2010, 11:31pm)

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ARON

Dorian Gray

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9

Saturday, March 13th 2010, 7:03am

Hi Prediger,

well, gestehe, ich hab beim Lesen des Gedichtes unweigerlich auf deinen Kommentar
das leben ist jedoch zu kurz, es gibt schon genug rätsel, über die ich täglich fragend reflektiere.“
denken müssen. Nicht, weil mich das gekränkt hätte. Eher, weil ich darin einen, warum und wie auch immer, Frust wahrgenommen habe.
Ich kommentiere oft diagonal, dass Gedichteschreiben/lesen eine Frage der Verfassung ist. Unsereiner versucht sich davon, vergeblich, zu befreien. IMHO schafft das auch keiner, zumal wir alle „nur“ Menschen sind.
Deinen Text hab ich im Schatten dessen lesen müssen….
So kam es, dass ich von Anbeginn enttäuscht wurde, ich wollte da „ehrliche“ Worte lesen. Aber, der Be/Trug ist wohl ein anderer Weg der Selbstdarstellung, welches auch ich da und dort verwende… eine Gratwanderung gewiss…. hab das bei der „Entropie“ versucht etwas krass und brutal wiederzugeben… also aber, mich erneut gezwungen sah, zwischen den Zeilen lesen zu müssen. Das tut man entweder gern oder gar nicht. Der Zwang hierzu war mir zuwider, also hab ich mich reaktionär benommen und das wiedergegeben was bei mir nach aussen „sichtbar“ war.
Nun ja, das hat alles wenig mit der Materie der „Onanie“ oder Selbstdarstellung zu tun, aber im Grunde ist das ein Trend unserer Zeit.
Das liberale aber kalte Umfeld, die „unbegrenzte“ Freiheit macht uns mitunter prüde/r. Wir nehmen die Herauforderung immer weniger auf uns und gehen den „angenehmen“, leichten Weg der Egomanie. Kurz: Flaschen/Nachrichten werden oft missachtet.
Ich hab personenbezogen wenig von dir gelesen, kann mich nur an ein paar Komms vor gut einem Jahr erinnern (Apache).
Was mich „stört“ ist mitansehen zu müssen, unter welchen „Qualen“ da „Talente“ scheitern, und das „öffentlich“.
Würdest du den Gegenstand künstlich betrachtet haben, dann hätte die „Liebe“ darunter nicht zu leiden. Aber du schmähst hier die Liebe mit Unliebe.
Lyrisch kann ich deshalb wenig bis gar nichts bemängeln, weil es, bei mir, im Sinn und Zweck hackt.
Zu guter Letzt, ja, selbst Porno, fast in jeder Form, ist für uns kein Schrecken (mehr). Und das ist wohl ein Zeichen der steigenden geistigen Impotenz in der Gesellschaft.
Den kürzesten Weg zur Liebe findest du mMn, indem du kühn ausschließt was keine ist.


Nichts für ungut jedenfalls

LG M.A.
Hakuna Matata
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HOKUSPOKUS

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Sunday, March 14th 2010, 2:20am

Zitat von »ARON«

Den kürzesten Weg zur Liebe findest du mMn, indem du kühn ausschließt was keine ist.



lieber aron,

könnte ich das, wäre ich kein mensch mehr... dann wüsste ich wohl, was liebe ist, könnte sie aber nicht mehr erleben, da das wissen kalt und zerstörerisch macht.

das von dir angesprochene zitat in z1 hattte mit deinem gedicht nicht unbedingt etwas zu tun und soll keine abwertung darstellen.

Prediger, lg
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